Ihr seid frustriert in euren Jobs? Die Aufgaben sind langweilig, der Chef nervt oder die Kollegen sorgen für ein frostiges Arbeitsklima? Verständlich, dass dann die Gedanken an einen Jobwechsel aufkommen. Doch nicht selten verfliegt der Ärger so schnell, wie er gekommen ist. Arbeitnehmer, die aber auf Dauer unglücklich im Job sind, sollten sich ernsthaft fragen, ob die aktuelle Stelle Zukunft hat, oder ob ein Neuanfang die bessere Wahl wäre. Wir geben auf unserem Blog ein paar Tipps und versuchen zu ergründen, wann es unter Umständen Zeit für einen Jobwechsel wird.

Berufswechsel – viele Arbeitnehmer zögern

Unser Job nimmt einen großen Teil unserer Leben ein. Gut ein Drittel eines jeden Werktages verbringen wir auf der Arbeit. Dementsprechend groß ist der Einfluss, den unser Beruf auf unser Leben hat. Unsere Arbeitszeiten, die Bezahlung und nicht zuletzt die eigentliche Tätigkeit haben Auswirkungen auf unsere Zufriedenheit. Das überträgt sich auch auf das Privatleben. Eine bedrückende berufliche Situation lässt sich nur schwer von der Freizeit trennen und trübt diese dann oftmals. Dennoch zögern Arbeitnehmer oft, wenn es um eine berufliche Veränderung geht. Zu groß ist die Angst, keine neue Stelle zu finden oder die Sorge, dass der Job ähnlich frustrierend sein könnte, wie der aktuelle. Nicht zuletzt fürchten einige, dass ein Jobwechsel als Zeichen des Scheiterns empfunden werden könnte.

Neuer Job, neues Glück?

Die Entscheidung, den alten Job zu kündigen, sollte man sich natürlich nicht zu leicht machen. Wer emotional handelt, beispielsweise nach einem gescheiterten Projekt oder nach einem Rüffel vom Chef, bereut seine Impuls-Entscheidung vielleicht bald schon wieder. Sind negative Gedanken an die Arbeit allerdings an der Tagesordnung und die Motivation morgens aufzustehen strebt gegen null, solltet ihr euch folgende 5 Fragen stellen:

  1. Bereitet euch die Arbeit noch Freude?

Wer keine Freude an seinem Beruf hat, wird sich auf kurz oder lang umorientieren müssen. Egal, ob ihr nicht zu eurem Job steht, weil ihr die Branche nicht mögt, ihr keinen höheren Sinn in eurer Aufgabe seht oder ob ihr euch die täglichen Aufgaben ganz anders vorgestellt habt: eine berufliche Veränderung kann in diesen Fällen die Freude am Job zurückbringen. Arbeitnehmer, die ihre wahre Berufung noch nicht gefunden haben, sollten verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und sich auch vor einem Quereinstieg nicht abschrecken lassen. Personaldienstleister bieten nicht nur Orientierung auf dem Arbeitsmarkt, sondern stehen ihren Bewerbern auch beratend zur Seite. Solltet ihr unentschlossen sein, wohin eure Reise gehen soll oder Schwierigkeiten haben, in eurem Wunschunternehmen unterzukommen, kann das eine mögliche Option sein. Bevor ihr diesen Schritt geht, solltet ihr euch aber selbst eine Frist setzen. Ist bis zu diesem Termin das Motivationsloch nicht überwunden, solltet ihr ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenken.

 

  1. Werdet ihr von eurem Arbeitgeber angemessen wertgeschätzt?

Ihr gebt alles für die Firma und euren Chef und dennoch fühlt ihr euch nicht richtig wertgeschätzt? Nicht verwunderlich: Einer Studie des Jobportals Monster zufolge fühlen sich nur 11 Prozent der befragten Arbeitnehmer ausreichend durch ihren Arbeitgeber bestätigt. Das kann zu Frust am Arbeitsplatz führen. Am deutlichsten schlägt sich die Wertschätzung eures Arbeitgebers auf der Gehaltsabrechnung nieder. Passen Leistung und der dafür gezahlte Lohn eurer Meinung nicht zusammen, solltet ihr das beim nächsten Feedbackgespräch offen kommunizieren. Solltet ihr mehr Verantwortung oder zusätzliche Aufgaben übernommen haben, habt ihr auch die passenden Argumente für eine Lohnerhöhung parat. Aber auch ein „Danke“ für zusätzliche Mehrarbeit oder die Frage nach eurem Befinden ist eine Form der Wertschätzung. Sollte auch diese bei euch ausbleiben, während eure Kollegen hingegen Wertschätzung erfahren, kann es eine gute Idee sein, sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen umzuschauen.

 

  1. Kommt ihr mit dem Arbeitspensum zurecht?

Auch wenn viele Arbeitnehmer nicht gerne darüber sprechen: Untersuchungen zufolge fühlt sich fast jeder vierte Beschäftigte von seinem Arbeitspensum überfordert. Vor allem der hohe Termindruck, die ständige Erreichbarkeit sowie anspruchsvolle Zielvorgaben führen dazu, dass sich viele Arbeitnehmer trotz Krankheit zum Arbeitsplatz schleppen oder auf ihre Pausen verzichten. Wer sich dauerhaft überfordert fühlt, wird in seinem Job nicht glücklich werden. Jedoch haben die meisten Arbeitnehmer keinen Einfluss auf ihr Arbeitspensum. Solltet das Pensum nicht zu schaffen sein, ist ein klärendes Gespräch mit euren Vorgesetzen oder den direkten Kollegen anzuraten. Die aktuelle Situation und eure Probleme solltet ihr offen ansprechen. Nur so lassen sich Lösungen erarbeiten, damit Aufgaben gegebenenfalls anders verteilt oder Verantwortungen reduziert werden können. Könnt oder wollt ihr euch den Kollegen oder Vorgesetzen nicht anvertrauen, müsst ihr dem Stress selbst Einhalt gebieten. Wenn ihr euch klare Prioritäten setzt und die To-dos der Reihe nach abarbeitet, lässt sich der Aufwand gegebenenfalls reduzieren und die Energie in die richtigen Projekte investieren. Gönnt euch zudem regelmäßige Auszeiten, um neue Kräfte zu sammeln und verzichtet nicht auf Pausen oder Urlaub, um unrealistische Ziele zu erreichen. Stellt sich trotz der Maßnahmen keine Verbesserung ein, ist der Jobwechsel eine Option, die es zu überdenken gilt. Jedoch habt ihr natürlich keine Garantie, dass der neue Job nicht ähnlich stressig wird.

 

  1. Stimmt die Chemie mit den Kollegen?

Die Kollegen tragen einen erheblichen Teil dazu bei, ob man sich am Arbeitsplatz wohlfühlt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist drei von vier Arbeitnehmern die Arbeitsatmosphäre wichtiger als eine hohe Bezahlung. Natürlich müssen aus Kollegen nicht Freunde werden, aber ein respektvoller Umgang und ein professionelles Verhalten sollten am Arbeitsplatz selbstverständlich sein. Ist dies dauerhaft nicht der Fall, kann ein klärendes Gespräch mit den Kollegen Abhilfe schaffen. Auch Vorgesetze oder speziellen Mentoren können bei Unstimmigkeiten hilfreich vermitteln. Sollte dauerhaft keine Verbesserung eintreten und ihr fühlt euch zunehmend unwohl in der Zusammenarbeit mit den Kollegen, oder werdet von ihnen sogar gemoppt, solltet ihr einen Wechsel des Arbeitsumfeld in Betracht ziehen. Schließlich verbringen wir alle viel Lebenszeit am Arbeitsplatz und sollten uns dort gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen.

 

  1. Habt ihr Aufstiegschancen im Unternehmen?

Ihr leistet gute Arbeit, schreckt auch vor Überstunden und Mehrarbeit nicht zurück und trotzdem werdet ihr bei Beförderungen immer wieder übergangen? Das kann unterschiedliche Gründe haben: euer direkter Vorgesetzter macht es sich auf dem Posten gemütlich, den ihr im Blick habt oder die Führungsriege sieht euch der neuen Aufgabe nicht gewachsen. Das kann frustrierend sein und die eigene Karriere ins Stocken bringen. Solltet ihr in eurer aktuellen Position nicht weiterkommen, bleibt nur der Jobwechsel. Sofern ihr beispielsweise eine Tätigkeit im mittleren oder gehobenen Management anstreben, müsst ihr vorher zwingend Führungserfahrung als Team- oder Gruppenleiter sammeln. Einige Firmen erwarten zudem, dass ihr Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen gesammelt habt, bevor ihr eine leitende Position besetzen könnt. Wer es sich im Unternehmen zu gemütlich macht und sich auf Dauer unter Wert verkauft, hat es schwerer wieder auf die Überholspur zu kommen und die eigene Karriere voran zu bringen.

Fazit

Müsst ihr die Mehrheit unserer Fragen mit „nein“ beantworten, solltet ihr ernsthaft einen Jobwechsel in Betracht ziehen. Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Solltet ihr aber nur noch widerwillig zur Arbeit gehen und merken, dass ihr dort auf Dauer nicht glücklich werdet, kann ein Jobwechsel wieder für neuen Spaß und Motivation sorgen. Nicht zuletzt sammelt ihr dadurch neue Erfahrungen, die euch für andere Arbeitgeber und neue Aufgabengebiete qualifizieren. Habt ihr hingegen eure berufliche Bestimmung noch nicht gefunden, dann lasst euch gerne von uns beraten. Als bundesweit agierender Personaldienstleister halten wir Kontakt zu 10.000 Arbeitgebern in Deutschland mit tausenden attraktiven Stellenangeboten. Informiert euch gerne unverbindlich auf unserer Webseite.