Vorurteile und Halbwahrheiten beim Thema Zeitarbeit gibt es haufenweise. Viele davon basieren auf Unwissenheit – andere sind längst überholt. Wir haben uns die 10 gängigsten Vorurteile gegenüber der Zeitarbeit einmal näher angeschaut und schildern unsere Erfahrungen mit Zeitarbeit:

Vorurteil 1: Immer mehr Unternehmen ersetzen ihre Stammbelegschaft durch Zeitarbeiter

Mitnichten! Die Zahl derjenigen, die in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt sind, hält sich seit knapp 10 Jahren auf einem konstanten Niveau. So arbeiteten 2018 rund 930.000 Menschen in Deutschland sozialversicherungspflichtig in der Zeitarbeit. Das entspricht lediglich 2,8 Prozent der sozialpflichtig Erwerbstätigen. Zeitarbeiter werden fast ausschließlich dazu eingesetzt, Auftragsspitzen abzufangen oder Personalausfälle zu kompensieren. Von der Verdrängung von Stammmitarbeitern kann also keine Rede sein.

Vorurteil 2: Zeitarbeitnehmer sind nicht fest angestellt

Ein Mythos, der sich hartnäckig bei vielen Menschen hält, die keine Erfahrungen mit Zeitarbeit gemacht haben: Bei Personaldienstleistern wie der TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH unterschreiben Arbeitnehmer einen unbefristeten Arbeitsvertrag und haben die gleichen Rechte wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Dazu zählen unter anderem Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und Sozialleistungen.

Vorurteil 3: In der Zeitarbeit verdient man nur einen Bruchteil des Geldes für die gleiche Arbeit

Wer bei einem Personaldienstleister arbeitet, der einen Tarifvertrag anwendet, muss sich darüber keine Sorgen machen. Abhängig von Qualifikation und Berufserfahrung können Zeitarbeiter eine Bezahlung erhalten, die deutlich über dem jeweiligen Durchschnitt liegt. Da die Zeitarbeitnehmer zu den Bedingungen des Tarifvertrags angestellt sind, erhalten sie zum Beispiel auch dann Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wenn die Stammbelegschaft im Einsatzbetrieb diese Zusatzleistungen nicht bekommen. Je nach Einsatz kommen noch Schichtzulagen und Fahrtkostenzuschüsse obendrauf. Bei TEMPTON werden die Tarifverträge der BAP/DGB-Tarifgemeinschaft angewandt.

Vorurteil 4: Erfahrungen mit Zeitarbeit machen sich schlecht im Lebenslauf

Auch dieses Klischee stimmt nicht. Zeitarbeit ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt absolut anerkannt, daher besteht überhaupt kein Grund, eine Beschäftigung bei einem Zeitarbeitsunternehmen zu verschweigen. Grundsätzlich schätzen Personaler in Deutschland Kandidaten aus der Zeitarbeit, da diese vielfältige Erfahrungen gesammelt und unterschiedliche Abläufe in verschiedenen Betrieben kennengelernt haben.

Vorurteil 5: Zeitarbeit ist nur etwas für gering qualifizierte Kräfte

Fakt ist: Viele Zeitarbeitskräfte sind gering qualifiziert. Der Anteil der Hilfsarbeiterinnen und Hilfsarbeiter mit Erfahrungen in der Zeitarbeit liegt mit 30 Prozent im Vergleich zur Gesamtwirtschaft deutlich höher. Aber die Zeitarbeit eignet sich ebenso für hochqualifizierte Fachkräfte. Im IT- oder Ingenieurbereich ist die Arbeitnehmerüberlassung ein wichtiges und etabliertes Instrument, da hochqualifizierte Experten nur für zeitlich befristete Projekte benötigt werden. Jungen Hochschulabsolventen haben durch Zeitarbeit die Möglichkeit, verschiedene Branchen und unterschiedliche Einsatzgebiete in kurzer Zeit kennenzulernen. Das gilt gleichermaßen für Fachkräfte wie auch für Berufsanfänger oder Quereinsteiger. Personaldienstleister wie die TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH setzen sich täglich dafür ein, Unternehmen und Bewerber zusammenzubringen – egal, welche Qualifikationen sie mitbringen und in welchem Bereich einer Branche sie Fuß fassen möchten.

Vorurteil 6: Arbeitgeber nutzen Zeitarbeit in erster Linie, um Personalkosten zu sparen

Auch dieses Leiharbeit-Klischee können wir wiederlegen. Zwar konnten Unternehmen im Einzelfall Lohnkosten einsparen, wenn Sie auf Zeitarbeitnehmer statt Festangestellte setzten – durch steigende Tariflöhne, Branchenzuschläge und Gesetzesänderungen ist dies nur noch schwer möglich. Das sogenannte Equal Pay verpflichtet Personaldienstleister, ihren Leiharbeitnehmern die gleiche Bezahlung zukommen zu lassen, die ein vergleichbarer Stammarbeiter im Ausleihbetrieb erhält. Das führt oftmals dazu, dass dem Entleihbetrieb durch einen Zeitarbeiter höhere Kosten entstehen als durch einen festangestellten Mitarbeiter. Trotzdem setzen viele Betriebe und Unternehmen bei Bedarf auf Zeitarbeit, da sie durch die enorme Flexibilität Auftragsspitzen leichter abfangen lassen und Personalausfälle schnell kompensiert werden können. Gleichzeitig spart sich der entleihende Betrieb Verwaltungsarbeit sowie Kosten für die Personalsuche und administrative Abläufe.

Vorurteil 7: Einmal Zeitarbeit – immer Zeitarbeit

Auch das stimmt so nicht: Viele Einsätze in der Zeitarbeit dauern nur zwei oder drei Monate. Einige Arbeitnehmer nutzen Zeitarbeit zur Überbrückung zwischen zwei Jobs, Berufseinsteiger sammeln hier erste praktische Berufserfahrung und Fachwissen, um anschließend bessere Chancen auf den angepeilten Job im favorisierten Unternehmen zu haben. Viele Zeitarbeiter qualifizieren sich zudem durch gute Leistungen im Einsatzbetrieb für eine Festanstellung dort. Unternehmen schätzen diese Phase des gegenseitigen Kennenlernens ebenfalls, um Fehlbesetzungen zu vermeiden. Zu guter Letzt gibt es noch die Zeitarbeiter, die die Flexibilität der Zeitarbeit besonders schätzen und deshalb diese Beschäftigungsform vorziehen.

Vorurteil 8: Wer aktuell keinen Einsatz hat, wird auch nicht bezahlt

Auch dieses Vorurteil hält sich hartnäckig – ist aber völlig aus der Luft gegriffen. Selbstverständlich erhalten Zeitarbeitnehmer auch dann ihren Lohn, wenn sie aktuell keinen Einsatz haben. Das Risiko trägt das Zeitarbeitsunternehmen und ist deshalb natürlich daran interessiert, ihre Mitarbeiter möglichst nahtlos in den nächsten Einsatz zu vermitteln. Zeitarbeiternehmer, deren Einsatz in einem Betrieb endet, müssen sich also nicht aktiv um einen neuen Einsatz kümmern – das übernimmt der Personaldienstleister. Sollte ein Mitarbeiter nicht mit einem Einsatz zufrieden sein, kann er zudem den Einsatzbetrieb wechseln.

Vorurteil 9: Männer haben mehr Erfahrungen mit Zeitarbeit als Frauen

Der Frauenanteil in der Zeitarbeit ist verglichen mit anderen Branchen tatsächlich geringer. Das liegt hauptsächlich an dem hohen Anteil an Produktionstätigkeiten, für die die Unternehmen gerne auf Zeitarbeiter zurückgreifen. Bei der Arbeitnehmerüberlassung in der Dienstleistungsbranche, im kaufmännischen Sektor oder in Pflegeberufen ist das Bild aber ein anderes: hier ist das Verhältnis ausgeglichen bzw. der Frauenanteil höher. Zeitarbeit kann beispielsweise eine gute Option für junge Mütter sein, die ins Berufsleben zurückkehren und dabei möglichst flexibel bleiben möchten. So ist der Wechsel zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigung bei einem Personaldienstleister leichter möglich als in den meisten Unternehmen.

Vorurteil 10: Zeitarbeiter haben weniger Rechte als Stammmitarbeiter

Während ein Zeitarbeiter bei dem entleihenden Betrieb im Einsatz ist, genießt er dort die gleichen Rechte wie seine Kollegen aus der Stammbelegschaft. Egal ob Kinderbetreuung, Verpflegung oder beispielsweise Pausenräume: Zeitarbeitnehmer haben Anspruch darauf, diese vom Entleihbetrieb angebotenen Leistungen zu nutzen. Existiert im Einsatzbetrieb ein Betriebsrat, dürfen Zeitarbeiter diesen mitwählen, sofern sie länger als drei Monate in diesem Betrieb im Einsatz sind. Bei allen Angelegenheiten, die den konkreten Arbeitsplatz betreffen, ist der Betriebsrat des Einsatzbetriebs für den Zeitarbeitnehmer zuständig. Geldleistungen wie die betriebliche Altersvorsorge, Fahrkostenzuschüsse oder vertragsrelevante Anliegen sind Aufgabe des Personaldienstleisters.

Erfahrungen mit Zeitarbeit: Fazit

Vorurteile gegenüber der Zeitarbeit gibt es viele. Besonders beim Thema Bezahlung und Arbeitnehmerrechte gibt es viele Halbwahrheiten und überholte Informationen. Deshalb ist wichtig festzuhalten: Die Bezahlung für Arbeitnehmer in der Zeitarbeit wird in den meisten Fällen durch einen für die Zeitarbeitsbranche erstellten Tarifverträgen geregelt. Zusätzlich erhalten entliehene Mitarbeiter häufig einsatzbezogene Zulagen, Fahrgeld sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Das kann dazu führen, dass sie unterm Strich mehr verdienen als ihre Kollegen aus der Stammbelegschaft.

Doch nicht nur aus diesem Grund ist Zeitarbeit oft besser als ihr Ruf. Ein Einsatz auf Zeit bietet die Chance verschiedene Branchen und Unternehmen kennenzulernen, wie es in Festanstellung kaum möglich wäre. Für Berufsanfänger oder auch Berufstätige, die sich unsicher sind, in welchem Bereich sie künftig arbeiten möchten, kann Zeitarbeit eine nützliche Orientierung bieten.

Soziale Netzwerke sind im Trend – trotz Datenpannen und gestohlener Passwörter vertreiben sich Millionen Deutsche tagtäglich die Zeit auf Facebook, Twitter und Co. Die Seiten eignen sich aber nicht nur dazu, mit Freunden, Verwandten und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Auch für die eigenen Karriere bieten sie Chancen – allen voran die Business-Plattformen Xing und LinkedIn.

Social-Media-Bewerbungen – Die eierlegende Wollmilchsau für Bewerber?

Aus Bewerbersicht klingt es fast wie ein Traum: Unternehmen übernehmen die Initiative im Bewerbungsprozess und melden sich aktiv mit einem passenden Jobangebot. Unmöglich? Nein, sondern Alltag in sozialen Netzwerken. Das sogenannte Active Sourcing gehört laut einer Monster-Studie bei 20% der Top-1000-Unternehmen Deutschlands zum Recruitment-Prozess fest dazu. In der IT-Branche sind es sogar 40%, Tendenz steigend. Der Fachkräftemangel ist in einigen Branchen so groß, dass Unternehmen gezwungen sind, neue Arbeitskräfte aktiv zu suchen und anzusprechen, bevor womöglich ein Konkurrent das Rennen macht. Das können sich Bewerber zunutze machen. Ein Selbstläufer wird die Jobsuche dadurch aber leider nicht, da nicht in allen Branchen ein Bewerbermangel herrscht und bisher nur wenige Unternehmen diesen Weg wählen.

Erster Schritt: Der Datenschutz

Egal, in welchem sozialen Netzwerken ihr euch anmelden möchtet: bei der Registrierung müsst ihr eure persönlichen Daten angeben. Es ist zwar gerade im Internet verlockend, falsche Informationen anzugeben – allerdings ist es schlecht für die Interaktionen mit Freunden, Bekannten oder geschäftlichen Kontakten. Wer seine Daten bei der Registrierung eingibt, muss damit rechnen, dass Facebook, Xing und Co. diese für Werbezwecke nutzen. Teilweise haben auch Partnerunternehmen der Plattformen Zugriff auf eure Daten. So finanzieren sich die Plattformen – im Gegenzug entstehen euch für die  Nutzung keinerlei Kosten. Am besten lest ihr euch vor Registrierung die Datenrichtlinien der jeweiligen Plattformen durch. Mehr zum Schutz eurer Daten findet ihr beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Wer sieht was? Die eigenen Privatsphären schützen

In den Privatsphären-Einstellungen der Anbieter könnt ihr festlegen, welche Informationen ihr mit anderen Nutzern teilt. Dabei müsst ihr im Zweifel ein paar Kompromisse eingehen. Möchtet ihr Unternehmen und Recruiter auf euch aufmerksam machen, solltet ihr eure Daten und Informationen auch für sie zugänglich machen. Dementsprechend müsst ihr aber auch im Hinterkopf behalten, welche Fotos ihr hochladet und welche Inhalte ihr teilt oder verbreitet. Bilder der letzten Party-Nacht oder die Verbreitung von anstößigen bzw. zweifelshaften Inhalten können euch Karrierechancen auch verbauen. Das Internet vergisst schließlich nicht und selbst Inhalte, die ihr vor einigen Jahren veröffentlicht habt, sind für andere Nutzer noch sichtbar. Verschafft euch zudem einen Überblick, mit wem ihr vernetzt seid und passt euer Profil und die Privatsphären-Einstellungen entsprechend an. Euer Vorgesetzter möchte schließlich nicht lesen, dass ihr aktuell auf Jobsuche seid.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Was bei der klassischen Bewerbung gilt, ist auch beim Social Recruiting förderlich: Wer kein sympathisches Profilfoto besitzt, hat weniger Chancen als die Konkurrenz. Der Recruiter eures zukünftigen Arbeitgebers möchte schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat. Mit einem ausdrucksstarken Bild habt ihr die Chance, im Gedächtnis des Profilsbesuchers zu bleiben. Solltet ihr also aktiv auf Jobsuche sein, lohnt es sich, die Bilder von einem Profi anfertigen zu lassen. In den Karriere-Netzwerken Xing und LinkedIn kommt dem Foto noch mal eine größere Bedeutung zu und sollte Sympathie sowie Offenheit vermitteln. Solltet ihr ohnehin Bewerbungsfotos haben oder anfertigen lassen, könnt ihr diese natürlich auch im Internet nutzen.

Karriere-Netzwerke Xing und LinkedIn als erste Anlaufstelle für Recruiter und Wechselwillige

Auch wer nicht in einem der sogenannten Mangelberufe arbeitet, kann mit einem gut gepflegten und aussagekräftigen Profil Unternehmen auf sich aufmerksam machen. Primär sind Xing und LinkedIn die ersten Anlaufstellen der Recruiter, um nach möglichen Kandidaten Ausschau zu halten. Habt ihr dort bisher noch keine Profile angelegt, ist jetzt der Zeitpunkt dies zu ändern. Auf beiden Plattformen könnt ihr eure beruflichen Stationen und eure Fachkenntnisse angeben, ähnlich zum tabellarischen Lebenslauf in Papierform. Der Vorteil in den Netzwerken: ihr könnt die vorgegebenen Kategorien nutzen oder das eigene Profil individuell gestalten, um aus der breiten Masse hervorzustechen. Schaut euch im Vorfeld einige Stellenanzeige aus eurem Berufsfeld an und achtet vor allem auf die Voraussetzungen bzw. Anforderungen. Sollten dort Schlüsselbegriffe wiederholt auftauchen, solltet ihr diese auch unbedingt in euer Profil aufnehmen, denn danach suchen die Recruiter. Die Angaben sollten natürlich wahrheitsgemäß sein. Qualifikationen anzugeben, die ihr gar nicht besitzt, ist keine gute Idee und wird spätestens im Bewerbungsgespräch auffallen.

Auf dem Laufenden bleiben und aktiv werden

Hauptbestandteil aller Social-Media-Plattformen ist das Netzwerken. Dementsprechend solltet ihr euer persönliches Netzwerk laufend ausbauen und das eigene Profil möglichst aktuell halten. Fangt mit den persönlichen Kontakten an und durchstöbert auch deren Kontakte. Eine persönliche Nachricht mit dem Grund der Kontaktaufnahme kommt zudem meist besser an als eine kommentarlose Einladung. Es kann zudem auch nicht schaden, in Gruppen selbst aktiv zu werden und andere Mitglieder mit den gleichen Interessen in das eigene Netzwerk zu holen. Das macht euch auch für Recruiter oder Personalverantwortliche interessant. Wer die sozialen Netzwerke ausschließlich passiv nutzt, wird leicht übersehen.

Fazit

In viele Branchen fehlen Fachkräfte und immer mehr Unternehmen gehen dazu über, sich aktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten zu machen oder sie heuern Recruiter an, die ihnen diese Aufgabe abnehmen. Auch wenn das sogenannte Active Sourcing in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, bieten Online-Profile – vor allem auf Xing und LinkedIn – durchaus Karrierechancen für Bewerber. Zwar können die Vernetzungen in den sozialen Netzwerken persönliche Kontakte nicht ersetzen, dafür ist es vergleichsweise einfach, sich mit anderen Personen auszutauschen. Allerdings ist es allein mit der Profil-Erstellung nicht getan. Wer beruflich davon profitieren möchte, muss Zeit investieren, um das eigene Profil aktuell zu halten, die beruflichen Stationen beziehungsweise die eigenen Kompetenzen aufzuzeigen und sich mit den passenden Mitgliedern der jeweiligen Community zu vernetzen. Und selbst wenn es nicht klappt, dass sich ein Personal mit einem Jobangebot meldet, kann ein gut gepflegtes Profil auch bei einer klassischen Bewerbung unterstützen und den Ausschlag zu euren Gunsten geben.

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Während die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, fühlen sich viele Menschen schlapp und ausgelaugt – das wirkt sich auch auf die Leistungen am Arbeitsplatz aus. Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Gereiztheit können Symptome sein, die den allmorgendlichen Gang zum Arbeitsplatz zur Tortur werden lassen. Sollte diese Phase längere Zeit andauern, können sogar depressive Störungen auftreten. Wir geben euch nachfolgend 5 Tipps, die euch endgültig aus dem Wintermodus katapultieren. Sollte sich bei euch kurz- bis mittelfristig keine Besserung einstellen, hat eure Frühjahrsmüdigkeit eventuell andere Ursachen, zum Beispiel Frust über den falschen Job.

Unsere Tipps gegen Frühjahrsdepressionen:

  • Bewegung und frische Luft: Während der Wintermonate läuft der Körper evolutionsbedingt eher auf Sparflamme. Unsere Vorfahren fanden während der kalten Jahreszeit weniger Nahrung und mussten deshalb Kräfte einsparen, um zu überleben. Dieses Problem haben wir heute zwar in dieser Form nicht mehr, trotzdem bewegen wir uns im Winter weit weniger als in den Sommermonaten und sind aufgrund der niedrigen Temperaturen seltener an der frischen Luft. Um Körper und Geist schnell wieder fit zu machen, verbringt man am besten möglichst viel Zeit draußen. Ob ihr dabei den Arbeitsweg zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad zurücklegt, die Mittagspause im Freien verbringt oder nach der Arbeit eine Runde durch den Park spaziert: eure Laune und eure Konzentration werden sich mit Sicherheit verbessern.
  • Powerfood: Nicht nur Sonnenlicht und Bewegung wecken eure Lebensgeister, sondern auch eine gesunde und gehaltvolle Ernährung. Um perfekt in den Arbeitstag zu starten und dem Körper genug Energie bereitzustellen, eignet sich ein leckeres Frühstück bestehend aus Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten, das nicht nur Vitamine und Ballaststoffe liefert, sondern auch bis zur Mittagspause sättigt. In dieser solltet ihr dann auch nicht über die Stränge schlagen. Nach einem sommerlichen Salat oder einen leichten Pasta arbeitet es sich meist besser als nach der Currywurst mit Pommes – und euer Gewissen beruhigt ihr auch noch.
  • Ziele setzen: Solltet ihr euch antriebslos fühlen und keine Motivation für eure Aufgaben haben, versucht euch kleine Etappenziele zu setzen, die ihr erreichen möchtet. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, euch selbst zu motivieren und größere Aufgaben gehen nach ein paar Erfolgserlebnissen etwas leichter von der Hand.
  • Urlaub nehmen: Wenn euer Akku komplett leer ist, können ein paar Tage Urlaub wahre Wunder bewirken. Die ersten warmen Tage des Jahres und das bevorstehende Osterfest bieten sich perfekt an, um abzuschalten. Vorteil für Arbeitnehmer: sie bekommen den Kopf wieder frei und können sich völlig auf die eigene Bedürfnisse konzentrieren. Vorteil für Arbeitgeber: die Laune der Mitarbeiter ist nach einem erholsamen Urlaub weitaus besser als vorher und dadurch steigen Leistung und Effizienz der Mitarbeiter spürbar an.
  • Powernap: In anderen Ländern weit verbreitet, in Deutschland eher unüblich: das kurze Nickerchen in der Mittagspause. Dadurch könnt ihr in kurzer Zeit eure Energiereserven wieder auffüllen und seid deutlich fitter für die zweite Tageshälfte. Bevor ihr jetzt eure Jacke zusammenknüllt und als Kopfkissen nutzt, solltet ihr eure Vorgesetzten über eure Pausenpläne informieren, da nicht jeder Arbeitgeber dem Büroschlaf positiv gegenübersteht. Experten raten dazu, maximal 30 Minuten zu ruhen, da ansonsten der gegenteilige Effekt eintritt und ihr euch müder fühlt als vor dem Mittagsschläfchen.
  • Wenn gar nichts mehr hilft: Vielleicht erklären sich eure Müdigkeit und die Motivationslosigkeit am Arbeitsplatz aber auch einfach dadurch, dass ihr euch in eurem Job nicht mehr richtig aufgehoben fühlt. Langweilige Aufgabe, nervige Chefs oder rücksichtslose Kollegen: wer auf Dauer unglücklich im Job ist, sollten sich ernsthaft fragen, ob die aktuelle Stelle Zukunft hat, oder ob ein Neuanfang die bessere Wahl wäre. Das Frühjahr ist ein guter und beliebter Zeitpunkt, um sich beruflich neu zu orientieren. So startet ihr frisch motiviert in die zweite Jahreshälfte. Falls ihr ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenkt, lest euch gerne unseren Info-Artikel zum Thema durch.

Fazit:  Unser Körper braucht Zeit für die Umstellung

Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit hat unterschiedliche Ursachen. Fest steht: Der Körper fährt in den Wintermonaten seine Leistung witterungsbedingt herunter, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Sobald der Frühling anbricht und die Temperaturen steigen, muss sich unser Körper diesen Umständen anpassen. Manchen Menschen kommen damit schlechter klar als andere. Mit unseren Tipps könnt ihr ohne großen Aufwand an ein paar Stellschrauben drehen und so der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen. Auf jeden Fall solltet ihr die Signale des Körpers ernst nehmen und ihm Zeit für die Umstellung geben.

Digitalisierung, Robotik, Big Data: Unsere Arbeitswelt verändert sich drastisch. Neue Technologien kommen hinzu und erleichtern uns den Arbeitsalltag oder ersetzen direkt komplette Prozesse. Vor allem Tätigkeiten mit stark routinierten Arbeitsabläufen sind für Maschinen ideal und dementsprechend groß die Sorge derjenigen, die diese Tätigkeiten aktuell ausführen. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden in Fertigungsberufen bereits 70 Prozent der Tätigkeiten von Robotern und Computern übernommen – Tendenz steigend. Doch auch viele andere Jobs könnten in Zukunft wegfallen oder von Maschinen bzw. Künstlichen Intelligenzen (KI) übernommen werden. Wir haben eine Liste von Berufen erstellt, die vom Aussterben bedroht sein könnten und einige Jobs aufgeführt,  in denen die Menschen von der Digitalisierung profitieren werden.

Fahrerberufe: Taxifahrer, Lokführer oder LKW-Fahrer müssen sich in mittelbarer Zukunft keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. Obwohl selbstfahrende PKW und LKW schon zu Testzwecken auf deutschen Straßen unterwegs sind, wird es noch einige Zeit dauern, bevor selbstfahrende Fahrzeuge das Verkehrsbild bestimmen. Vor allem in unübersichtlichen Situationen, wie etwa in Baustellen, oder bei unvorhersehbaren Verkehrsereignissen reagieren die elektronischen Fahrsysteme nicht angemessen und sind menschlichen Fahrern klar unterlegen. Experten sind sich jedoch einig, dass der Tag früher oder später kommen wird, an dem wir das Lenkrad aus der Hand geben werden.

Verkäufer im Einzelhandel: Das digitale Angebot macht dem Einzelhandel schon seit mehreren Jahren zu schaffen. Die Zukunft sieht nicht besser aus, da immer mehr Konsumenten ihre Waren im Internet bestellen. Der stationäre Handel versucht deshalb, das Einkaufserlebnis seiner Kunden mit digitaler Technik zu verbessern. So ist es in einigen Modegeschäften bereits möglich, sich im neuen Outfit von Kameras filmen zu lassen. Die Aufnahmen werden im Anschluss auf Monitoren widergegeben und ermöglichen den Kunden so, das Outfit aus mehreren Blickwinkeln auf den optimalen Sitz hin zu begutachten. Soll

Medizinisches Personal: Trotz des Einsatzes von Pflege- und OP-Robotern oder Künstlicher Intelligenz, die anhand umfangreicher Datenbanken ärztliche Diagnosen stellt, steigt die Nachfrage nach medizinischem Personal. Das liegt vor allem daran, dass Maschinen und Technologien die Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen beziehungsweise entlasten, aber nicht ersetzen sollen. Assistenzsysteme, wie etwa intelligente Fußböden, die automatisch Stürze von Patienten melden oder Türsensoren, die erkennen, wenn pflegebedürftige Personen seit geraumer Zeit im Badezimmer sind, helfen den Angestellten bei ihrer Arbeit und sparen ihnen wertvolle Zeit. Da unsere Gesellschaft immer weiter altert, wird die Nachfrage nach medizinischem Personal zudem noch größer werden. Intelligente Assistenten sind in diesem Bereich eine willkommene Unterstützung

Juristen: Es scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber die Digitalisierung könnte auch Juristen arbeitslos machen. So arbeiten bereits einige US-Anwaltskanzleien mit einer Software, die auf Millionen von Rechtsverordnungen, Urteile und Gesetze zugreift, eigenständig Verträge prüfen kann und sogar juristische Schreiben verfasst. Die Software konnte sich in einem Test  gegen 20 erfahrene Vertragsanwälte durchsetzen. Die KI arbeitete nicht nur wesentlich schneller, sondern war im Ergebnis auch noch genauer als die menschlichen Kontrahenten. Aktuell ist unser Rechtssystem ohne den Faktor Mensch undenkbar, einfach juristische Sachverhalte ließen sich allerdings schon heute per Software lösen.

Fazit: Die Digitalisierung trifft alle Berufsfelder

Im Zuge der Digitalisierung gingen viele Arbeitsmarktexperten davon aus, dass vor allem gering qualifizierte Arbeitnehmer um ihre Jobs bangen müssen. Doch neue Untersuchungen zeigen, dass auch hochqualifizierte Arbeitnehmer durch Künstliche Intelligenzen und Roboter ersetzt werden könnten. Es lässt sich also nicht absehen, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern der Digitalisierung gehören wird. Viele Berufe werden sich im Zuge der Digitalisierung wandeln, andere werden verschwinden und dafür neue hinzukommen. Berufstätige müssen sich deshalb anpassen und dazulernen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

In unserer Reihe Jobs mit Profil werfen wir dieses Mal einen Blick auf das Berufsbild des Schlossers. Auch wenn im Zuge der Neuordnung der Handwerkssparten 1989 die Berufsbezeichnungen Schlosser und Schmied aufgehoben und unter dem Begriff Metallbauer zusammengefasst wurden, ist die Berufsbezeichnung Schlosser weiterhin im allgemeinen Sprachgebrauch gängig. Sollten euch also Stellenangebote für Metallbauer oder für Schlosser begegnen, handelt es sich dabei um den gleichen Beruf. Wie in fast allen Handwerksberufen sind die Zukunftsaussichten für Schlosser beziehungsweise Metallbauer exzellent. Die Möglichkeit zur Spezialisierung nach dem zweiten Ausbildungsjahr gibt Azubis zudem die Möglichkeit, die eignen Stärken und Interesse im Berufsalltag einzubringen.

Für wen eignet sich der Beruf des Schlossers bzw. Metallbauers?

Wer Spaß an der Arbeit mit Metallen hat, technikbegeistert ist und generell gerne mit den Händen arbeitet, hat optimale Voraussetzungen, um den Beruf des Schlossers zu erlernen. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, eine gewissenhafte und gründliche Arbeitsweise und eine  zeichnerische Begabung sind weitere Fähigkeiten, von denen ihr in diesem Berufsfeld profitieren werdet. Um euch einen Ausbildungsplatz zu sichern, ist kein spezifischer Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis verfügen zwar über einen Hauptschulabschluss, aber auch ohne Schulabschluss habt ihr die Chance auf eine Anstellung. Die duale Ausbildung, bestehend aus Berufsschule und der Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb ist auf insgesamt 3,5 Jahre angelegt.

Was sind die Aufgaben eines Schlossers bzw. Metallbauers?

Kurzgesagt: Schrauben, Schmieden, Schweißen. Das Aufgabenfeld ist vielfältig und hängt vor allem davon ab, welche Spezialisierung innerhalb der Ausbildung gewählt wurde. Auszubildende müssen sich nach Ablauf des zweiten Lehrjahrs entscheiden, in welcher Fachrichtung sie die Ausbildung fortsetzen möchten: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau.

  • Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen aus verschiedenen Metallen Schlösser, Tore, Gitter oder Rahmen. Dafür werden zunächst die einzelnen Bauteile der Konstruktionen hergestellt und anschließend verschraubt, verschweißt oder vernietet. Neben der Fertigung und der Montage sind Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik auch für die Wartung und Instandhaltung der Erzeugnisse zuständig.
  • Möchtet ihr lieber künstlerisch arbeiten, solltet ihr euch die Fachrichtung Metallgestaltung näher anschauen. Die Metallgestaltung konzentriert sich mehr auf kreativere Arbeiten und dekorative Metallprodukte, wie etwa Geländer, Leuchten, Grabmäler oder historische Waffen. Teile des Berufs kommen aus dem klassischen Schmiedehandwerk. Metallgestalter verbinden in ihren Arbeiten, bei denen es sich meist um Einzelstücke handelt, Tradition und Moderne miteinander. Dafür benötigen sie ein gutes Auge für Formen, Kreativität und viel Geduld.
  • Auszubildende, die sich nach zwei Jahren für den Fachbereich Nutzfahrzeugbau entscheiden, spezialisieren sich auf die Fahrzeugbaukonstruktion für Nutz- und Sonderfahrzeuge. Sie stellen beispielsweise Karosserien, Fahrzeugrahmen und Fahrwerke her und sind ebenso für den Einbau von elektronischen Komponenten –  zum Beispiel von Hebeanlagen –verantwortlich. Innerhalb der Ausbildung steht deshalb nicht nur reine Handarbeit auf dem Programm. Die Azubis, die sich für den Nutzfahrzeugbau entscheiden, lernen in der verbleibenden Ausbildungszeit Maschinen und Roboter zu programmieren und besuchen Kurse zu Elektrik und Pneumatik.

Mit oder ohne Ausbildung durchstarten

Doch auch wer keine Ausbildung als Metallbauer vorweisen kann, kann in diesem Berufsfeld arbeiten. Als Helfer im Bereich Metallbau oder Metallbearbeitung führt ihr in Betrieben der Metall- oder Kunststoffverarbeitung sowie der Maschinen- und Werkzeugherstellung meist einfachere oder zuarbeitende Tätigkeiten aus. Auf unserer Webseite haben wir zahlreiche Jobangebote für Metallbauer bzw. Schlosser und Helfer im Bereich Metallbau bzw. Metallbearbeitung ausgeschrieben. Vorbeischauen lohnt sich auf alle Fälle.

Fazit: Ein Job mit Zukunft

Als Schlosser bzw. Metallbauer hat man gute Chance auf dem Arbeitsmarkt. Mit abgeschlossener Ausbildung gibt es zahlreiche Karrierewege: Wer den Meister macht, kann beispielsweise einen eigenen Betrieb eröffnen oder ein Studium nach der Ausbildung beginnen – zum Beispiel in den Fachrichtungen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau oder Mechatronik, aber auch Design oder Werkstofftechnik. Auch wer keine Ausbildung in diesem Berufsfeld hat, kann als Helfer Bereich Metallbau oder Metallbearbeitung Berufserfahrung sammeln. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in der Branche auf einem hohen Niveau.