Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Während die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, fühlen sich viele Menschen schlapp und ausgelaugt – das wirkt sich auch auf die Leistungen am Arbeitsplatz aus. Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Gereiztheit können Symptome sein, die den allmorgendlichen Gang zum Arbeitsplatz zur Tortur werden lassen. Sollte diese Phase längere Zeit andauern, können sogar depressive Störungen auftreten. Wir geben euch nachfolgend 5 Tipps, die euch endgültig aus dem Wintermodus katapultieren. Sollte sich bei euch kurz- bis mittelfristig keine Besserung einstellen, hat eure Frühjahrsmüdigkeit eventuell andere Ursachen, zum Beispiel Frust über den falschen Job.

Unsere Tipps gegen Frühjahrsdepressionen:

  • Bewegung und frische Luft: Während der Wintermonate läuft der Körper evolutionsbedingt eher auf Sparflamme. Unsere Vorfahren fanden während der kalten Jahreszeit weniger Nahrung und mussten deshalb Kräfte einsparen, um zu überleben. Dieses Problem haben wir heute zwar in dieser Form nicht mehr, trotzdem bewegen wir uns im Winter weit weniger als in den Sommermonaten und sind aufgrund der niedrigen Temperaturen seltener an der frischen Luft. Um Körper und Geist schnell wieder fit zu machen, verbringt man am besten möglichst viel Zeit draußen. Ob ihr dabei den Arbeitsweg zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad zurücklegt, die Mittagspause im Freien verbringt oder nach der Arbeit eine Runde durch den Park spaziert: eure Laune und eure Konzentration werden sich mit Sicherheit verbessern.
  • Powerfood: Nicht nur Sonnenlicht und Bewegung wecken eure Lebensgeister, sondern auch eine gesunde und gehaltvolle Ernährung. Um perfekt in den Arbeitstag zu starten und dem Körper genug Energie bereitzustellen, eignet sich ein leckeres Frühstück bestehend aus Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten, das nicht nur Vitamine und Ballaststoffe liefert, sondern auch bis zur Mittagspause sättigt. In dieser solltet ihr dann auch nicht über die Stränge schlagen. Nach einem sommerlichen Salat oder einen leichten Pasta arbeitet es sich meist besser als nach der Currywurst mit Pommes – und euer Gewissen beruhigt ihr auch noch.
  • Ziele setzen: Solltet ihr euch antriebslos fühlen und keine Motivation für eure Aufgaben haben, versucht euch kleine Etappenziele zu setzen, die ihr erreichen möchtet. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, euch selbst zu motivieren und größere Aufgaben gehen nach ein paar Erfolgserlebnissen etwas leichter von der Hand.
  • Urlaub nehmen: Wenn euer Akku komplett leer ist, können ein paar Tage Urlaub wahre Wunder bewirken. Die ersten warmen Tage des Jahres und das bevorstehende Osterfest bieten sich perfekt an, um abzuschalten. Vorteil für Arbeitnehmer: sie bekommen den Kopf wieder frei und können sich völlig auf die eigene Bedürfnisse konzentrieren. Vorteil für Arbeitgeber: die Laune der Mitarbeiter ist nach einem erholsamen Urlaub weitaus besser als vorher und dadurch steigen Leistung und Effizienz der Mitarbeiter spürbar an.
  • Powernap: In anderen Ländern weit verbreitet, in Deutschland eher unüblich: das kurze Nickerchen in der Mittagspause. Dadurch könnt ihr in kurzer Zeit eure Energiereserven wieder auffüllen und seid deutlich fitter für die zweite Tageshälfte. Bevor ihr jetzt eure Jacke zusammenknüllt und als Kopfkissen nutzt, solltet ihr eure Vorgesetzten über eure Pausenpläne informieren, da nicht jeder Arbeitgeber dem Büroschlaf positiv gegenübersteht. Experten raten dazu, maximal 30 Minuten zu ruhen, da ansonsten der gegenteilige Effekt eintritt und ihr euch müder fühlt als vor dem Mittagsschläfchen.
  • Wenn gar nichts mehr hilft: Vielleicht erklären sich eure Müdigkeit und die Motivationslosigkeit am Arbeitsplatz aber auch einfach dadurch, dass ihr euch in eurem Job nicht mehr richtig aufgehoben fühlt. Langweilige Aufgabe, nervige Chefs oder rücksichtslose Kollegen: wer auf Dauer unglücklich im Job ist, sollten sich ernsthaft fragen, ob die aktuelle Stelle Zukunft hat, oder ob ein Neuanfang die bessere Wahl wäre. Das Frühjahr ist ein guter und beliebter Zeitpunkt, um sich beruflich neu zu orientieren. So startet ihr frisch motiviert in die zweite Jahreshälfte. Falls ihr ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenkt, lest euch gerne unseren Info-Artikel zum Thema durch.

Fazit:  Unser Körper braucht Zeit für die Umstellung

Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit hat unterschiedliche Ursachen. Fest steht: Der Körper fährt in den Wintermonaten seine Leistung witterungsbedingt herunter, um so wenig Körperwärme wie möglich zu verlieren. Sobald der Frühling anbricht und die Temperaturen steigen, muss sich unser Körper diesen Umständen anpassen. Manchen Menschen kommen damit schlechter klar als andere. Mit unseren Tipps könnt ihr ohne großen Aufwand an ein paar Stellschrauben drehen und so der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen. Auf jeden Fall solltet ihr die Signale des Körpers ernst nehmen und ihm Zeit für die Umstellung geben.