Ein Beitrag von Marcel Krischik

Lücken im Lebenslauf? Keinen Abschluss in der Tasche? Oder die Ausbildung hingeschmissen? Alles kein Grund sich hängen zu lassen.

Der größte Fehler, den du bei Bewerbungen machen kannst, ist es gar nicht erst zu versuchen. Hast du sicher schon tausendmal gehört, macht es aber nicht weniger richtig.  Hier ein paar Tipps, mit denen du auf deinem Weg zum passenden Job jede Hürde nimmst.

1. Sei ehrlich!

Halte es mit deinem Lebenslauf wie mit der Zeugenaussage vor Gericht: Hier zählt nichts als die Wahrheit. Beschönige nichts, erfinde nichts. Wer es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, wird früher oder später auffliegen. Diese Peinlichkeit willst du dir unbedingt ersparen, wenn du das Ende deiner Probezeit erleben willst.

Du hattest Stress mit letztem Arbeitgeber*? Auch das lässt sich meist erklären, eine Medaille hat immer zwei Seiten. Wie gesagt, sei ehrlich – zum nächsten Chef, aber vor allem zu dir selbst.

2. Sei mutig!

Arbeitgeber wissen eine ordentliche Portion Mut zu schätzen. Das gilt auch für Bewerbungen auf Stellen, die auf den ersten Blick so gar nicht zu deinem Profil passen wollen. Denn Führungskräfte wissen: Wer diese Hürde nimmt, wird im Berufsleben noch ganz anderen Schwierigkeiten meistern.

Der unbedingte Wille, das Brennen für eine Sache: Das allein kann schon den Ausschlag zu deinen Gunsten geben – auch beim Quereinstieg. Und ganz wichtig: Praktische Erfahrung ist unter Umständen mehr wert als Qualifikation. Wenn das Gesamtpaket stimmt.

3. Gib auch Zeitarbeit eine Chance!

Zeitarbeit ist keine verlorene Zeit. Im Gegenteil: Sie ist ein echtes Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Sagen wir als TEMPTON, klar. Ist schließlich unser Geschäft. Sagt aber auch die Bundesagentur für Arbeit. In Deutschland arbeiten nämlich fast eine Million Menschen in der “Arbeitnehmerüberlassung”, wie es auf Amtsdeutsch heißt. Der schlechte Ruf der „Leihbuden“ ist schon lange überholt.

Ein guter Personaldienstleister stellt dich fest und unbefristet an, er betreut dich bei deinen Einsätzen in den Firmen, er bezahlt dich erstmal weiter, wenn du auf einen Einsatz warten musst.  Besonders wenn du längere Zeit arbeitslos warst, bietet dir die Zeitarbeit eine echte Chance zurück in die Arbeitswelt. Nutze sie.

Egal ob Berufsanfänger oder Wiedereinsteiger: Wer Zeitarbeit geleistet hat, zeigt, dass er zeitlich und örtlich flexibel ist. Das macht sich gut im Lebenslauf.

4. Nutze deine Talente!

Es gibt niemanden, der nichts kann. Die Kunst ist, sich seine Talente bewusst zu machen. Wer seine persönlichen Stärken (und Schwächen!) auf den Punkt bringen kann, sammelt Pluspunkte beim nächsten Arbeitgeber.

Weil sich selbst einzuschätzen aber gar nicht so einfach ist, frag deine Freunde, deine Familie, was sie an dir schätzen. Noch ein Vorteil: Leute, die dich gut kennen, sagen dir in der Regel die Wahrheit. Sie sagen dir also auch, was an dir vielleicht nicht so gut rüberkommt, woran du noch arbeiten könntest.

Sei im Vorstellungsgespräch nur vorsichtig mit Standard-Sprüchen. „Ich kann gut mit Menschen“ bringt dich nicht weiter, wenn das heißt, dass du im Pausenraum mit Witzchen für gute Stimmung sorgst. „Ich bin stark in der Kundenberatung, weil ich die Bedürfnisse meiner Kunden schnell erkenne und sofort in mein Angebot einfließen lasse“ ist da schon konkreter.

Auch beliebt: „Ich kann gut organisieren“. Was kannst du gut organisieren? Hast du den Lagerbestand stets im Blick, damit die Lieferkette zum Kunden nie unterbrochen wird, auch wenn es bei Auftragsspitzen so richtig brennt? Oder organisierst du am liebsten die Partys nach Feierabend?

5. Zeig, dass du den Job wirklich willst!

Damit sind wir schon beim nächsten Punkt: deiner Motivation für den Job. Wenn es um die Frage geht, warum du dich gerade auf diese Stelle beworben hast, wird „Ich brauch das Geld“ die wenigsten überzeugen – auch wenn es vielleicht der Wahrheit entspricht.

Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber oft nicht. Wenn du der Sache nicht wenigstens ein bisschen Positives abgewinnen kannst, spar die die Zeit und bleib zuhause. Ist besser für beide Seiten.

Trifft auf dich nicht zu? Gut. Es kann natürlich auch nicht schaden, dich vorab über deinen künftigen Arbeitgeber schlau zu machen, im Netz, vielleicht sogar am Telefon. Ist nicht zwingend nötig und auch nicht immer möglich, macht aber einen guten Eindruck.

Stell dir eine einfache Frage: Würdest du jemanden einstellen, der sich so gar nicht für deinen Laden interessiert? Du verstehst.

6. Lass dir helfen!

Es ist keine Schande, sich bei einer Bewerbung helfen zu lassen. Im Gegenteil: Wer sich helfen lässt, zeigt seine Fähigkeit, sich Schwächen einzugestehen, die Bereitschaft dazuzulernen und vor allem Respekt gegenüber dem künftigen Chef.

Du hast andere Stärken als 100 Prozent korrekte Rechtschreibung? Deutsch ist vielleicht gar nicht deine Muttersprache? Lass ruhig jemanden drauf schauen, der fit darin ist. Mach nur deutlich, dass du Hilfe hattest, dann ist das in Ordnung.

Ein Lebenslauf ist auch nicht immer zwingend erforderlich. Bei TEMPTON zum Beispiel reicht es schon, wenn du online das Formular ausfüllst.  Also, alles Gute und viel Erfolg!

*Alle personenbezogenen Bezeichnungen stehen für alle Geschlechter (m/w/d).