In unserer Reihe Jobs mit Profil werfen wir dieses Mal einen Blick auf das Berufsbild des Schlossers. Auch wenn im Zuge der Neuordnung der Handwerkssparten 1989 die Berufsbezeichnungen Schlosser und Schmied aufgehoben und unter dem Begriff Metallbauer zusammengefasst wurden, ist die Berufsbezeichnung Schlosser weiterhin im allgemeinen Sprachgebrauch gängig. Sollten euch also Stellenangebote für Metallbauer oder für Schlosser begegnen, handelt es sich dabei um den gleichen Beruf. Wie in fast allen Handwerksberufen sind die Zukunftsaussichten für Schlosser beziehungsweise Metallbauer exzellent. Die Möglichkeit zur Spezialisierung nach dem zweiten Ausbildungsjahr gibt Azubis zudem die Möglichkeit, die eignen Stärken und Interesse im Berufsalltag einzubringen.

Für wen eignet sich der Beruf des Schlossers bzw. Metallbauers?

Wer Spaß an der Arbeit mit Metallen hat, technikbegeistert ist und generell gerne mit den Händen arbeitet, hat optimale Voraussetzungen, um den Beruf des Schlossers zu erlernen. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, eine gewissenhafte und gründliche Arbeitsweise und eine  zeichnerische Begabung sind weitere Fähigkeiten, von denen ihr in diesem Berufsfeld profitieren werdet. Um euch einen Ausbildungsplatz zu sichern, ist kein spezifischer Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis verfügen zwar über einen Hauptschulabschluss, aber auch ohne Schulabschluss habt ihr die Chance auf eine Anstellung. Die duale Ausbildung, bestehend aus Berufsschule und der Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb ist auf insgesamt 3,5 Jahre angelegt.

Was sind die Aufgaben eines Schlossers bzw. Metallbauers?

Kurzgesagt: Schrauben, Schmieden, Schweißen. Das Aufgabenfeld ist vielfältig und hängt vor allem davon ab, welche Spezialisierung innerhalb der Ausbildung gewählt wurde. Auszubildende müssen sich nach Ablauf des zweiten Lehrjahrs entscheiden, in welcher Fachrichtung sie die Ausbildung fortsetzen möchten: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau.

  • Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen aus verschiedenen Metallen Schlösser, Tore, Gitter oder Rahmen. Dafür werden zunächst die einzelnen Bauteile der Konstruktionen hergestellt und anschließend verschraubt, verschweißt oder vernietet. Neben der Fertigung und der Montage sind Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik auch für die Wartung und Instandhaltung der Erzeugnisse zuständig.
  • Möchtet ihr lieber künstlerisch arbeiten, solltet ihr euch die Fachrichtung Metallgestaltung näher anschauen. Die Metallgestaltung konzentriert sich mehr auf kreativere Arbeiten und dekorative Metallprodukte, wie etwa Geländer, Leuchten, Grabmäler oder historische Waffen. Teile des Berufs kommen aus dem klassischen Schmiedehandwerk. Metallgestalter verbinden in ihren Arbeiten, bei denen es sich meist um Einzelstücke handelt, Tradition und Moderne miteinander. Dafür benötigen sie ein gutes Auge für Formen, Kreativität und viel Geduld.
  • Auszubildende, die sich nach zwei Jahren für den Fachbereich Nutzfahrzeugbau entscheiden, spezialisieren sich auf die Fahrzeugbaukonstruktion für Nutz- und Sonderfahrzeuge. Sie stellen beispielsweise Karosserien, Fahrzeugrahmen und Fahrwerke her und sind ebenso für den Einbau von elektronischen Komponenten –  zum Beispiel von Hebeanlagen –verantwortlich. Innerhalb der Ausbildung steht deshalb nicht nur reine Handarbeit auf dem Programm. Die Azubis, die sich für den Nutzfahrzeugbau entscheiden, lernen in der verbleibenden Ausbildungszeit Maschinen und Roboter zu programmieren und besuchen Kurse zu Elektrik und Pneumatik.

Mit oder ohne Ausbildung durchstarten

Doch auch wer keine Ausbildung als Metallbauer vorweisen kann, kann in diesem Berufsfeld arbeiten. Als Helfer im Bereich Metallbau oder Metallbearbeitung führt ihr in Betrieben der Metall- oder Kunststoffverarbeitung sowie der Maschinen- und Werkzeugherstellung meist einfachere oder zuarbeitende Tätigkeiten aus. Auf unserer Webseite haben wir zahlreiche Jobangebote für Metallbauer bzw. Schlosser und Helfer im Bereich Metallbau bzw. Metallbearbeitung ausgeschrieben. Vorbeischauen lohnt sich auf alle Fälle.

Fazit: Ein Job mit Zukunft

Als Schlosser bzw. Metallbauer hat man gute Chance auf dem Arbeitsmarkt. Mit abgeschlossener Ausbildung gibt es zahlreiche Karrierewege: Wer den Meister macht, kann beispielsweise einen eigenen Betrieb eröffnen oder ein Studium nach der Ausbildung beginnen – zum Beispiel in den Fachrichtungen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau oder Mechatronik, aber auch Design oder Werkstofftechnik. Auch wer keine Ausbildung in diesem Berufsfeld hat, kann als Helfer Bereich Metallbau oder Metallbearbeitung Berufserfahrung sammeln. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in der Branche auf einem hohen Niveau.

Ihr seid frustriert in euren Jobs? Die Aufgaben sind langweilig, der Chef nervt oder die Kollegen sorgen für ein frostiges Arbeitsklima? Verständlich, dass dann die Gedanken an einen Jobwechsel aufkommen. Doch nicht selten verfliegt der Ärger so schnell, wie er gekommen ist. Arbeitnehmer, die aber auf Dauer unglücklich im Job sind, sollten sich ernsthaft fragen, ob die aktuelle Stelle Zukunft hat, oder ob ein Neuanfang die bessere Wahl wäre. Wir geben auf unserem Blog ein paar Tipps und versuchen zu ergründen, wann es unter Umständen Zeit für einen Jobwechsel wird.

Berufswechsel – viele Arbeitnehmer zögern

Unser Job nimmt einen großen Teil unserer Leben ein. Gut ein Drittel eines jeden Werktages verbringen wir auf der Arbeit. Dementsprechend groß ist der Einfluss, den unser Beruf auf unser Leben hat. Unsere Arbeitszeiten, die Bezahlung und nicht zuletzt die eigentliche Tätigkeit haben Auswirkungen auf unsere Zufriedenheit. Das überträgt sich auch auf das Privatleben. Eine bedrückende berufliche Situation lässt sich nur schwer von der Freizeit trennen und trübt diese dann oftmals. Dennoch zögern Arbeitnehmer oft, wenn es um eine berufliche Veränderung geht. Zu groß ist die Angst, keine neue Stelle zu finden oder die Sorge, dass der Job ähnlich frustrierend sein könnte, wie der aktuelle. Nicht zuletzt fürchten einige, dass ein Jobwechsel als Zeichen des Scheiterns empfunden werden könnte.

Neuer Job, neues Glück?

Die Entscheidung, den alten Job zu kündigen, sollte man sich natürlich nicht zu leicht machen. Wer emotional handelt, beispielsweise nach einem gescheiterten Projekt oder nach einem Rüffel vom Chef, bereut seine Impuls-Entscheidung vielleicht bald schon wieder. Sind negative Gedanken an die Arbeit allerdings an der Tagesordnung und die Motivation morgens aufzustehen strebt gegen null, solltet ihr euch folgende 5 Fragen stellen:

  1. Bereitet euch die Arbeit noch Freude?

Wer keine Freude an seinem Beruf hat, wird sich auf kurz oder lang umorientieren müssen. Egal, ob ihr nicht zu eurem Job steht, weil ihr die Branche nicht mögt, ihr keinen höheren Sinn in eurer Aufgabe seht oder ob ihr euch die täglichen Aufgaben ganz anders vorgestellt habt: eine berufliche Veränderung kann in diesen Fällen die Freude am Job zurückbringen. Arbeitnehmer, die ihre wahre Berufung noch nicht gefunden haben, sollten verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und sich auch vor einem Quereinstieg nicht abschrecken lassen. Personaldienstleister bieten nicht nur Orientierung auf dem Arbeitsmarkt, sondern stehen ihren Bewerbern auch beratend zur Seite. Solltet ihr unentschlossen sein, wohin eure Reise gehen soll oder Schwierigkeiten haben, in eurem Wunschunternehmen unterzukommen, kann das eine mögliche Option sein. Bevor ihr diesen Schritt geht, solltet ihr euch aber selbst eine Frist setzen. Ist bis zu diesem Termin das Motivationsloch nicht überwunden, solltet ihr ernsthaft über einen Jobwechsel nachdenken.

 

  1. Werdet ihr von eurem Arbeitgeber angemessen wertgeschätzt?

Ihr gebt alles für die Firma und euren Chef und dennoch fühlt ihr euch nicht richtig wertgeschätzt? Nicht verwunderlich: Einer Studie des Jobportals Monster zufolge fühlen sich nur 11 Prozent der befragten Arbeitnehmer ausreichend durch ihren Arbeitgeber bestätigt. Das kann zu Frust am Arbeitsplatz führen. Am deutlichsten schlägt sich die Wertschätzung eures Arbeitgebers auf der Gehaltsabrechnung nieder. Passen Leistung und der dafür gezahlte Lohn eurer Meinung nicht zusammen, solltet ihr das beim nächsten Feedbackgespräch offen kommunizieren. Solltet ihr mehr Verantwortung oder zusätzliche Aufgaben übernommen haben, habt ihr auch die passenden Argumente für eine Lohnerhöhung parat. Aber auch ein „Danke“ für zusätzliche Mehrarbeit oder die Frage nach eurem Befinden ist eine Form der Wertschätzung. Sollte auch diese bei euch ausbleiben, während eure Kollegen hingegen Wertschätzung erfahren, kann es eine gute Idee sein, sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen umzuschauen.

 

  1. Kommt ihr mit dem Arbeitspensum zurecht?

Auch wenn viele Arbeitnehmer nicht gerne darüber sprechen: Untersuchungen zufolge fühlt sich fast jeder vierte Beschäftigte von seinem Arbeitspensum überfordert. Vor allem der hohe Termindruck, die ständige Erreichbarkeit sowie anspruchsvolle Zielvorgaben führen dazu, dass sich viele Arbeitnehmer trotz Krankheit zum Arbeitsplatz schleppen oder auf ihre Pausen verzichten. Wer sich dauerhaft überfordert fühlt, wird in seinem Job nicht glücklich werden. Jedoch haben die meisten Arbeitnehmer keinen Einfluss auf ihr Arbeitspensum. Solltet das Pensum nicht zu schaffen sein, ist ein klärendes Gespräch mit euren Vorgesetzen oder den direkten Kollegen anzuraten. Die aktuelle Situation und eure Probleme solltet ihr offen ansprechen. Nur so lassen sich Lösungen erarbeiten, damit Aufgaben gegebenenfalls anders verteilt oder Verantwortungen reduziert werden können. Könnt oder wollt ihr euch den Kollegen oder Vorgesetzen nicht anvertrauen, müsst ihr dem Stress selbst Einhalt gebieten. Wenn ihr euch klare Prioritäten setzt und die To-dos der Reihe nach abarbeitet, lässt sich der Aufwand gegebenenfalls reduzieren und die Energie in die richtigen Projekte investieren. Gönnt euch zudem regelmäßige Auszeiten, um neue Kräfte zu sammeln und verzichtet nicht auf Pausen oder Urlaub, um unrealistische Ziele zu erreichen. Stellt sich trotz der Maßnahmen keine Verbesserung ein, ist der Jobwechsel eine Option, die es zu überdenken gilt. Jedoch habt ihr natürlich keine Garantie, dass der neue Job nicht ähnlich stressig wird.

 

  1. Stimmt die Chemie mit den Kollegen?

Die Kollegen tragen einen erheblichen Teil dazu bei, ob man sich am Arbeitsplatz wohlfühlt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist drei von vier Arbeitnehmern die Arbeitsatmosphäre wichtiger als eine hohe Bezahlung. Natürlich müssen aus Kollegen nicht Freunde werden, aber ein respektvoller Umgang und ein professionelles Verhalten sollten am Arbeitsplatz selbstverständlich sein. Ist dies dauerhaft nicht der Fall, kann ein klärendes Gespräch mit den Kollegen Abhilfe schaffen. Auch Vorgesetze oder speziellen Mentoren können bei Unstimmigkeiten hilfreich vermitteln. Sollte dauerhaft keine Verbesserung eintreten und ihr fühlt euch zunehmend unwohl in der Zusammenarbeit mit den Kollegen, oder werdet von ihnen sogar gemoppt, solltet ihr einen Wechsel des Arbeitsumfeld in Betracht ziehen. Schließlich verbringen wir alle viel Lebenszeit am Arbeitsplatz und sollten uns dort gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen.

 

  1. Habt ihr Aufstiegschancen im Unternehmen?

Ihr leistet gute Arbeit, schreckt auch vor Überstunden und Mehrarbeit nicht zurück und trotzdem werdet ihr bei Beförderungen immer wieder übergangen? Das kann unterschiedliche Gründe haben: euer direkter Vorgesetzter macht es sich auf dem Posten gemütlich, den ihr im Blick habt oder die Führungsriege sieht euch der neuen Aufgabe nicht gewachsen. Das kann frustrierend sein und die eigene Karriere ins Stocken bringen. Solltet ihr in eurer aktuellen Position nicht weiterkommen, bleibt nur der Jobwechsel. Sofern ihr beispielsweise eine Tätigkeit im mittleren oder gehobenen Management anstreben, müsst ihr vorher zwingend Führungserfahrung als Team- oder Gruppenleiter sammeln. Einige Firmen erwarten zudem, dass ihr Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen gesammelt habt, bevor ihr eine leitende Position besetzen könnt. Wer es sich im Unternehmen zu gemütlich macht und sich auf Dauer unter Wert verkauft, hat es schwerer wieder auf die Überholspur zu kommen und die eigene Karriere voran zu bringen.

Fazit

Müsst ihr die Mehrheit unserer Fragen mit „nein“ beantworten, solltet ihr ernsthaft einen Jobwechsel in Betracht ziehen. Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Solltet ihr aber nur noch widerwillig zur Arbeit gehen und merken, dass ihr dort auf Dauer nicht glücklich werdet, kann ein Jobwechsel wieder für neuen Spaß und Motivation sorgen. Nicht zuletzt sammelt ihr dadurch neue Erfahrungen, die euch für andere Arbeitgeber und neue Aufgabengebiete qualifizieren. Habt ihr hingegen eure berufliche Bestimmung noch nicht gefunden, dann lasst euch gerne von uns beraten. Als bundesweit agierender Personaldienstleister halten wir Kontakt zu 10.000 Arbeitgebern in Deutschland mit tausenden attraktiven Stellenangeboten. Informiert euch gerne unverbindlich auf unserer Webseite.

Arbeitnehmer jenseits der 50 haben mit zahlreichen Vorbehalten zu kämpfen: fachlich nicht mehr auf der Höhe, zu unflexibel, öfter krank als ihre jungen Kollegen und zudem auch noch teurer als diese. Viele Betriebe halten deshalb eine junge Belegschaft für erstrebenswert. Doch der Trend wandelt sich, denn der Wirtschaft geht der Nachwuchs aus.

Überalterung der Gesellschaft verstärkt den Fachkräftemangel

Deutschland altert. Berechnungen des Statistischen Bundesamts ergeben, dass die deutsche Bevölkerung bis zum Jahr 2050 um etwa 7 Millionen Menschen schrumpfen wird. Seit den 1970er Jahren ist die Sterberate höher als die Geburtenrate. Zudem steigt die Lebenserwartung, weshalb der Bevölkerungsanteil älterer Menschen stetig wächst. Das führt zwangsläufig auch zu Veränderungen in der Arbeitswelt. Junge Fachkräfte kommen nicht in der Vielzahl nach, die die Unternehmen benötigen. Die so entstehenden Lücken können teilweise heute schon nicht mehr ausreichend geschlossen werden. Arbeitgeber müssen sich verstärkt damit auseinandersetzen, wie sie die Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft möglichst lange erhalten oder steigern können. So bietet sich älteren Semestern die Chance, noch mal durchzustarten, statt in Frührente zu gehen.

Leistungsfähigkeit nimmt im Alter nicht automatisch ab

Dass sich die Situation von älteren Arbeitnehmern in Betrieben verbessert, liegt auch an verschiedenen Untersuchungen, die belegen, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nicht zwangsläufig abnimmt. Ein Forschungsbericht des Berliner Max-Planck-Instituts bescheinigt Arbeitnehmern über 50 Jahren eine höhere Arbeitsmoral und oftmals mehr Bewusstsein für Qualität. Weiter haben sie Vorteile beim logischen argumentieren und sind eher bereit, Aufgaben mit anderen Kollegen zu teilen. Auch in Sachen Sozialkompetenz haben sie meist die Nase vorn. Der größte Pluspunkt älterer Arbeitnehmer ist aber die vorhandene Erfahrung. Sie reagieren meist besonnener als ihre jüngeren Kollegen und reagieren souveräner auf berufliche Krisensituationen und Rückschläge, da sie diese bereits mehrfach selbst durchlaufen haben.

Digitalisierung eine besondere Herausforderung für ältere Generationen

Obwohl die Chancen für ältere Semester deutlich besser geworden sind, müssen sie sich weiterbilden, um den Anschluss nicht zu verpassen. Während die nachrückenden Generationen mit digitalen Geräten und Technologien groß geworden sind, stehen Ältere diesen eher kritisch gegenüber oder haben Berührungsängste. Im Zuge der Digitalisierung ist es jedoch für Unternehmen unverzichtbar, sich auf neue Arbeitsaufläufe und digitale Technologien einzulassen. Nicht nur, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten, sondern auch, um auf die Anforderungen reagieren, die die nachrückenden Generationen X und Y an sie stellen. Hauptaufgabe von Geschäftsführung und Management ist deshalb, die richtige Vorgehensweise zu finden, mit der man alle Mitarbeiter mitnimmt.

Fazit

Dass älteren Mitarbeitern in Zeiten des Fachkräftemangels eine wichtige Rolle zukommt, haben viele Betriebe mittlerweile erkannt. Die Erfahrung und das Wissen, dass durch eine Frühverrentung verloren ginge, können Unternehmen aufgrund von Nachwuchsproblemen oftmals nicht kompensieren. Dennoch müssen sich ältere Semester mit neuen Technologien und Geräten auseinandersetzen, um fachlich weiterhin auf der Höhe zu bleiben. Die Führungsverantwortlichen wird die Aufgabe zu Teil, aus älteren und jüngeren Kollegen ein Team zu formen, das voneinander lernt und so Wissen und Erfahrungen weiterhin erhalten bleiben.

In unserer Serie stellen wir euch heute ein im wahrsten Sinne spannendes Berufsfeld vor: Elektronik. Während im Allgemeinen gerne noch vom Beruf des Elektrikers gesprochen wird, ist seit 2003 die Berufsbezeichnung Elektroniker geläufig. Die Vielseitigkeit dieses Berufsfeld und die große Nachfrage nach qualifizierten Elektronikern sorgen für gute Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt. Bei TEMPTON beschäftigen wir über 600 Mitarbeiter im Elektrohandwerk und suchen immer wieder gelernte und ungelernte Kräfte in diesem Berufsfeld. Wir haben uns die Berufsgruppe einmal näher angeschaut.

Was macht ein Elektroniker?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da Elektroniker in den unterschiedlichsten Branchen gebraucht werden und dort unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sie leisten jedoch weit mehr als das Verlegen von Stromkabeln und das Anbringen von Steckdosen. Wohin die Reise geht, zeigt sich schon während der Ausbildung zum Elektroniker. Diese dauert dreieinhalb Jahre und wird überwiegend in Industrie- oder Handwerksunternehmen absolviert. Aufgrund der großen Vielfältigkeit dieses Berufsfelds, spezialisieren sich die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr auf eine der folgenden Fachrichtungen: Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik oder Informations- und Telekommunikationstechnik.

  • In der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind Elektroniker für Anlage und Systeme in Gebäuden verantwortlich. Dazu gehören sowohl die Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Heizungs- und Klimaanlagen, Photovoltaikanlagen, Schalt- und Verteileranlagen sowie die Planung und Installation von Sicherungen und Anschlüssen. Auch die Inbetriebnahme Beleuchtungsanlagen und Schutznahmen gegen Blitzeinschlag und Überspannung gehören zum Aufgabengebiet.
  • Elektroniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik sind hauptsächlich für elektronische Industrieanlagen, Automaten und Roboter zuständig. Sie montieren Anlagen, programmieren und installieren spezifische Software für diese und kümmern sich um den gesamten Automatisierungsprozess.
  • Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik entwerfen elektronische Kommunikations- und Sicherheitssysteme und sind für deren Installation, Wartung und Reparatur zuständig, etwa Telefonanlage oder Alarmsysteme. Zudem konfigurieren sie Netzwerke, Smart-Home- oder Videosysteme.

Weitere Informationen zu den Fachrichtungen und rund um die Ausbildung findet ihr bei Das Handwerk.

Für wen eignet sich das Berufsfeld?

Wer Spaß an Mathematik und Informatik hat, ist in diesem Berufsfeld bestens aufgehoben. Technisches Verständnis, eine gute Hand-Augen-Koordination sowie eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise sind perfekte Voraussetzungen für die Karriere als Elektroniker. Schulische Vorgaben für den Beruf  des Elektronikers gibt es nicht. Laut einer Umfrage hatte in der jüngeren Vergangenheit etwa die Hälfte der Azubis einen Realschulabschluss, knapp 40 Prozent hatten einen Hauptschulabschluss. Wer keinen Schulabschluss hat, hat ebenfalls Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die Quote lag hier bei etwa drei Prozent.

Ohne Ausbildung durchstarten

Doch auch wer keine Berufsausbildung vorweisen kann, kann in diesem Berufsfeld arbeiten. Mögliche Gründe für eine fehlende Ausbildung gibt es viele. Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen, denn berufliche Qualifikationen können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Arbeitgeber interessieren sich nicht zuletzt für die fachlichen Kompetenzen von Bewerbern und Bewerberinnen, also für das bereits vorhandene berufliche Wissen. Interessant für Arbeitgeber können zudem aber auch die persönlichen Interessen der Bewerber sein, wenn sich diese mit den Anforderungen des jeweiligen Berufs decken. Wer technikinteressiert ist und gerne im Berufsfeld Elektronik ohne vorhandene Ausbildung arbeiten möchte, kann beispielsweise als Helfer in der Elektromontage starten. Abhängend vom jeweiligen Einsatzort, montieren Elektrohelfer vorgefertigte Bauelemente, wie beispielsweise Elektroherde, oder unterstützen ihre Kollege bei der Wartung und Reparatur von elektronischen Anlagen und Maschinen.

Fazit: Ein Job mit Zukunft

Die Elektrotechnik ist tief in allen Bereichen unseres Alltags verwurzelt. Ohne Strom, elektrische Prozesse und Maschinen geht heute nichts mehr, die Zukunftsaussichten sind also dementsprechend gut. Das Berufsfeld ist dabei so umfassend, dass eine Spezialisierung auf ein Themengebiet schon in der Ausbildung erfolgt. Und auch wer keine Ausbildung abgeschlossen hat, kann als Helfer in der Elektromontage oder der Elektroproduktion Berufserfahrung sammeln und sich ständig weiterbilden.

Dank unserer Zusammenarbeit mit über 10.000 Arbeitgebern in ganz Deutschland finden wir gemeinsam die für Sie passende Lösung. Aktuelle Jobangebote findet ihr jederzeit auf www.tempton.de.

Glaubt man aktuellen Studien und Statistiken, sind bis zu 90 Prozent von uns Arbeitnehmern hierzulande unzufrieden in ihrem Job. Wenn ihr zu denen gehört, die sonntags mit Bauchschmerzen an den montäglichen Arbeitsbeginn denken oder ständig über den Chef fluchen, solltet ihr über einen Jobwechsel nachdenken. Doch wie kommt man eigentlich an den perfekten neuen Job?

Wer sich intensiv mit einem neuen Job beschäftigt, der hat genaue Vorstellung, was er erwartet. Nicht irgendeine Tätigkeit, sondern der perfekte Job wird gesucht. Den Königsweg, um den eigenen Traumjob zu finden, gibt es allerdings nicht. Egal, ob Jobbörse oder Unternehmens-Karriereseite, Tipps von Freunden und Bekannten oder Kontakte aus den sozialen Netzen: Wer Augen und Ohren offen hält, hat größere Chancen, den für sich passenden Job zu finden.

Erster Schritt: Beruf oder Berufung?

Bevor ihr jetzt auf Stellenjagd geht, solltet ihr euch zunächst darüber Gedanken machen, was ihr zukünftig machen wollt. Dabei geht es vor allem um eure eigenen Stärken und Schwächen und um eure Interessen:

  • Was kann ich besonders gut?
  • Was interessiert mich?
  • Wo muss ich mich verbessern?
  • Was möchte ich zukünftig nicht (mehr) machen?

Wenn ihr euch diese Fragen stellt und gleichzeitig überlegt, was ihr eurem neuen Arbeitgeber bieten könnt, ergeben sich eventuell neue Jobperspektiven, an die ihr vorher gar nicht gedacht habt. Bevor ihr euch Sorgen bezüglich mangelnder Qualifikationen macht: In vielen Branchen habt ihr auch als Quereinsteiger gute Jobchancen, zum Beispiel im IT-Bereich, in der Bildung oder in der Pflege.

Zweiter Schritt: Wo finde ich den passenden Job?

Online boomt: Der Großteil der Jobsuchenden sucht online nach den passenden Stellenangeboten. Kein Wunder – das Angebot an Jobbörsen ist enorm. Neben den großen Anbietern wie Indeed, Stepstone und Monster, gibt es auch viele branchenspezifische Portale, die unzählige Jobs anbieten. Eine Übersicht über branchenspezifische Jobbörsen findet ihr hier. Wer ein bestimmtes Unternehmen auf dem Zettel hat, sollte sich auch direkt auf den jeweiligen Unternehmensseiten umsehen. Einige Firmen schreiben ihre Stellen zunächst auf der eigenen Homepage aus oder sparen sich so die Kosten für eine Online-Jobbörse.

Print ist nicht tot: Auch Tageszeitungen sind eine gute Quelle für Stellenangebote. Im Lokalteil oder in Anzeigenblättern finden sich oft spannende Jobangebote aus der Region. Dazu kommen noch die Jobangebote in Fach- oder Branchenmagazinen. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

Soziale Medien sind hilfreich: Solltet ihr über ein großes Netzwerk verfügen, ist das für die Jobsuche äußerst hilfreich. Oftmals teilen Freunde, Bekannte oder ehemaligen Kollegen Stellengesuche ihrer Arbeitgeber. Das ist zwar noch kein Garant für eine Zusage, aber sollte euch jemand bei seinem aktuellen Arbeitgeber empfehlen, habt ihr bereits einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Schaut euch zudem auch in den sozialen Netzwerken um. Dort findet ihr nicht nur Jobgruppen für eure Stadt und diverse Stellenangebote, sondern auch aktuelle Informationen zu den verschiedenen Unternehmen, die ihr schon ins Auge gefasst habt.

Dritter Schritt: Selbst aktiv werden

Habt ihr die passende Stelle trotz umfassender Recherche nicht gefunden, könnt ihr euch auch direkt an den Arbeitgeber eurer Wahl wenden und euch initiativ bewerben. Mit etwas Glück bewerbt ihr euch so auf Stellen, die noch gar nicht ausgeschrieben wurden oder die erst noch geschaffen werden. Sollte eure Bewerbung gut ankommen, habt ihr zudem die Chance auf der Warteliste des Unternehmens zu landen, sollte aktuell keine entsprechende Stelle vakant sein.

Für alle, die sich lieber persönlich präsentieren und so für einen Job empfehlen, sind Jobmessen der geeignete Bewerbungskanal. Rund 200 Jobmessen gibt es in Deutschland pro Jahr – für jede Branche und Zielgruppe ist also etwas dabei. Der große Vorteil: Ihr könnt unkompliziert mit verschiedenen Arbeitgebern in Kontakt kommen und euch gleichzeitig über eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt informieren. Eure Bewerbungsunterlagen solltet ihr in diesem Zuge auch gleich am Stand abgeben – ein entscheidender Pluspunkt gegenüber einer anonymen E-Mail-Bewerbung.

Fazit

Die Redewendung „Alle Wege führen nach Rom“ passt auch bei der Suche nach dem neuen Job. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die euch ans Ziel bringen. Keine davon ist besser oder schlechter als eine andere. Wer viel versucht und dabei gleichzeitig für neue Optionen offen ist, hat gute Chancen, seinen Traumjob zu ergattern.

Die große Hitzewelle in Deutschland ist vorbei – nächste Woche ist bereits der meteorologische Herbstanfang. Wenn die Tage wieder kürzer und die Straßen durch Laub und Regen glatt werden, ist bei Arbeiten im Freien die richtige Arbeitsschutzbekleidung entscheidend. Die Anschaffung von Arbeitskleidung übernimmt der Arbeitgeber, wenn er Bestimmungen für den Schutz der Arbeitnehmer in einem bestimmten Tätigkeitsbereich festlegt  oder die Ausrüstung gesetzlich vorgeschrieben ist. Fehlen diese Bestimmungen durch Arbeit- beziehungsweise Gesetzgeber, muss der Arbeitnehmer die Schutzkleidung selbst bezahlen. In beiden Fällen gilt: Vor Arbeitsbeginn sollte die Ausrüstung auf Schäden und Schwachstellen überprüft werden. Wir verraten euch, worauf es ankommt.

Arbeitskleidung – Tipps für den richtigen Einsatz

  1. Beschädigte Kleidung ersetzen: Habt ihr bereits Arbeitskleidung in eurem Besitz, solltet ihr überprüfen, ob die Kleidung die Einlagerung unbeschadet überstanden hat. Vor allem Nähte sind eine Schwachstelle. Etwaige Beschichtungen oder Imprägnierungen sollten erneuert werden, damit Wind- und Regenschutzeigenschaften erhalten bleiben.
  2. Den Tragekomfort überprüfen: Auch wenn die Arbeitskleidung auf den ersten Blick intakt erscheint, lohnt sich das Anprobieren. Dadurch lassen sich nicht nur Mängel erkennen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar waren, sondern ihr könnt auch gleichzeitig den richtigen Sitz überprüfen. Sollte ein Kleidungsstück die Bewegungsfreiheit einschränken oder zu groß beziehungsweise zu klein sein, sollte es ausgetauscht werden.
  3. Das Zwiebelprinzip anwenden: Den bestmöglichen Kälteschutz bietet Arbeitskleidung, die den Schweiß nach außen transportiert. Demzufolge kühlt der Körper nicht so schnell aus. Basis ist die Funktionsunterwäsche, die Feuchtigkeit nach außen abgibt. Darüber kann beispielsweise eine Schicht aus Fleece liegen, die die Feuchtigkeit aufnimmt. Außen nutzt ihr am besten eine wasser- und winddichte Schicht. Dadurch stellt ihr sicher, dass die Arbeit auch bei ungemütlichen Wetterverhältnissen leichter von der Hand geht.
  4. So wird ein Schuh draus: Bei Nässe und Kälte sollten besonders Hände und Füße geschützt und möglichst warm gehalten werden. Denn wer sich aufgrund von kalten Händen oder Füßen unwohl fühlt, kann nur schwerlich seine volle Konzentration auf die Arbeit lenken. Das erhöht das Risiko, Fehler zu machen und andere oder sich selbst in Gefahr zu bringen. Vor allem die richtigen Schuhe gewährleisten Schutz und Standfestigkeit auf feuchten oder rutschigen Böden.

Fazit

Die Arbeit im Freien ist gerade im Herbst und Winter unangenehm und bringt höhere Krankheits- und Unfallrisiken mit sich als ein Büro-Job. Mit der passenden Schutzkleidung gegen Regen und Kälte inklusive dem richtigen Schuhwerk, lassen sich die Arbeitsbedingungen in den Herbst- und Wintermonaten aber erheblich verbessern. Als großer Personaldienstleister wissen wir, wie wichtig gute Arbeitskleidung für die Sicherheit und das eigene Wohlbefinden ist. Aus diesem Grund arbeiten wir flächendeckend mit Premiumanbietern für Arbeitsschutzkleidung wie Engelbert Strauss und Uvex zusammen. Wer auf spezielle Arbeitskleidung angewiesen ist, sollte vor Tätigkeitsbeginn seine Ausrüstung begutachten und gegebenenfalls ersetzen. Wichtig zu wissen: Gibt es eine Pflicht für Schutzkleidung in eurem Tätigkeitsbereich, muss der Arbeitgeber die Kosten für diese tragen. Ihr seid in diesem Fall verpflichtet, diese auch zu tragen. Sollte es zu einem Unfall kommen und der Arbeitnehmer trägt aus eigenem Verschulden nicht die ihm bereitgestellte Schutzkleidung, greift der Versicherungsschutz unter Umständen nicht.

Niemand spricht gerne über die eigenen Fehler oder das eigene Scheitern. In unserer Gesellschaft steht der Erfolg im Fokus – der private genauso wie der berufliche. Fehlschläge im Job werden oft als Schwäche oder mangelnde Kompetenz betrachtet und daher von den Betroffenen lieber verschwiegen oder beschönigt. Dabei sind Lücken im Lebenslauf oder eine erhaltene Kündigung […]

Während ich diesen Beitrag verfasse, sitze ich im Büro. Schon gute fünf Stunden. Macht nach Adam Riese noch drei Stunden bis Feierabend. Klingt vertraut für euch? Könnte aber schon bald der Vergangenheit angehören. Zwar wird uns der klassische Nine-to-five-Job noch mit Sicherheit die nächsten Jahrzehnte begleiten, allerdings bieten viele Arbeitgeber Ihren Angestellten mittlerweile auch flexiblere Möglichkeiten der Beschäftigung. Natürlich muss dabei auch auf die jeweilige Branche geachtet werden. Gerade im Dienstleistungssektor sind flexible Arbeitszeitmodelle schwierig, da Öffnungszeiten beachtet und die Arbeitszeiten auf die Kunden ausgerichtet werden müssen.

Flexible Arbeitszeitmodelle stehen bei den Beschäftigten hoch im Kurs

Während unsere Großeltern und Eltern überwiegend einen geregelten 8-Stunden-Tag hatten, können, dürfen und müssen wir uns den Gegebenheiten der Digitalisierung und der voranschreitenden Globalisierung anpassen. Teilzeit, Gleitzeit, Homeoffice: Heutzutage haben Arbeitnehmer verschiedene Möglichkeiten, um die Arbeitszeit flexibel und möglichst genau an die persönlichen Anforderungen anzupassen. Die Modelle sind bei den Angestellten beliebt, denn private Termine oder familiäre Verpflichtungen können dadurch eher wahrgenommen werden. Morgens im Büro arbeiten, mittags nach Schulschluss mit den Kindern ins Schwimmbad und abends von zuhause aus das Projekt zum Abschluss bringen – was vielleicht für einige noch exotisch klingen mag, ist in vielen Firmen bereits Alltag. Gerade Familien schätzen diese Flexibilität. Die Zeiten, in denen nur ein Elternteil Geld verdient und der andere Teil sich um Kinder und Haushalt kümmert, sind lange vorbei.

Auch Arbeitgeber profitieren von flexiblen Arbeitszeiten

Doch nicht nur für die Arbeitnehmer sind variable Modelle von Vorteil, auch Arbeitgeber profitieren davon. Flexible Arbeitszeiten haben oftmals auch eine höhere Produktivität zur Folge. Denn nicht jeder Arbeitnehmer ist zur gleichen Zeit produktiv. Während der eine Kollege vielleicht lieber früh morgens arbeitet, wird ein anderer erst mittags richtig produktiv. Unternehmen können so auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen und gleichzeitig die Arbeitsmoral erhöhen. Bei einer hohen beziehungsweise schwierigen Auftragslage haben Unternehmen zudem die Möglichkeit, die benötigten Arbeitskräfte flexibel einsetzen zu können. Gleichzeitig präsentieren sich Unternehmen so als moderner und attraktiver Arbeitgeber für potenzielle Bewerber.

Große Flexibilität bringt auch Nachteile mit sich

Die vermeintlich gewonnene Freiheit durch flexible Arbeitszeiten kann sich aber auch negativ auswirken. Der persönliche Austausch mit Kollegen entfällt im Homeoffice komplett. Natürlich ist es möglich, per Telefon oder Videokonferenz mit den Kollegen zu sprechen, jedoch lassen sich Absprachen und Planungen von Angesicht zu Angesicht meist leichter treffen. Persönliche Kundengespräche oder Akquisemaßnahmen lassen sich über die digitalen Kanäle noch weit schlechter verwirklichen. Gerade im Vertrieb ist der persönliche Kontakt und Austausch mit den Kunden entscheidend über Erfolg oder Misserfolg.
Zudem ist nicht jeder Arbeitnehmer beispielsweise für Homeoffice gemacht. Erhöhte Einsamkeit, vermehrte Sorgen etwas im Büro zu verpassen bis hin zu Schuldgefühlen gegenüber den Kollegen im Büro sind keine Seltenheit und belasten die Psyche von Heimarbeitern mehr als beim traditionellen Arbeitsmodell im Büro.

Fazit

In Branchen und Unternehmen, in denen es heute möglich ist, die Arbeitszeit den eigenen Lebensumständen anzupassen, erfreuen sich Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Home Office großer Zustimmung. Besonders für Familien mit Doppelverdienern können flexible Arbeitsmodelle ein Pluspunkt sein. Bei allen Vorteilen, die flexible Arbeitsmodelle der Belegschaft bieten können, dürfen die Nachteile jedoch nicht aus den Augen verloren werden. Der direkte Austausch im Team führt nicht selten zu einem besseren Ergebnis und im direkten Kundenkontakt oder bei der Akquise ist der persönliche Kontakt meist unerlässlich. Arbeitnehmer, die überwiegend von zuhause aus arbeiten, sollten zudem ihre geleistete Arbeitszeit im Blick behalten.

Berufe, die vom Aussterben bedroht sind – Bergleute

In unserer Reihe „(Fast) vergessene Berufe“ stellen wir euch Berufe vor, die heute kaum noch bekannt sind oder aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung bald in Vergessenheit geraten werden. Spätestens seit der Industriellen Revolution im 18. Jahrhundert hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Viele Berufe sind verschwunden, neue entstanden und einige haben sich weiterentwickelt und angepasst. Die fortschreitende Digitalisierung, neue Technologie oder ein verschobenes Umweltbewusstsein sorgen für die nächste Zäsur im Arbeitsalltag. So geht die Ära des Steinkohleabbaus im Ruhrgebiet Ende 2018 zu Ende, wenn dort das letzte aktive Steinkohlen-Bergwerk seine Tore für immer schließt und die Bergleute wehmütig auf 200 Jahre Steinkohleabbau zurückblicken.

Der Beruf des Bergmanns stirbt in Deutschland aus

Im Ruhrgebiet stirbt damit eine Tradition aus. Großväter, Väter und Söhne haben oftmals in der gleichen Zeche gearbeitet und ihr Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Der oftmals als schmutzig bezeichnete Energieträger Kohle hat das Ruhrgebiet zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands gemacht und vielen Menschen Arbeit gegeben. In der Hochzeit arbeiteten rund 600.000 Bergleute in den Zechen der Region. Doch der Abbau von Kohle im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr wirtschaftlich, importierte Kohle ist um ein vielfaches günstiger. Nur mir Fördergeldern konnte sich die Branche halten. Aktuell gibt es im Ruhrgebiet deshalb nur noch knapp 5.000 „Kumpel“, Ende des Jahres werden es noch 3.500 sein. Auch wenn es im Bergbau verschiedene Berufe gibt, steht der Bergmann stellvertretend für die gesamte Branche. Aufgrund der körperlich anstrengenden und gefährlichen Arbeit übten und üben weit mehr Männer als Frauen diesen Beruf aus. Da der Abschied von der Kohle schon seit den 1990er-Jahren eingeläutet wurde, sind die meisten Bergleute auf das Ende ihrer Beschäftigung vorbereitet. Die meisten der rund 3.500 verbliebenen Bergleute werden in den Ruhestand beziehungsweise Vorruhestand gehen. Aber auch die restlichen Kumpel müssen sich nur wenig Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen. Nach dem aktiven Abbau der Kohle werden einige von ihnen noch gebraucht werden. Maschinen und Ausrüstungsgegenstände müssen unter Tage zerlegt und wieder an die Oberfläche gebracht werden. Diejenigen, die dem Bergbau den Rücken kehren müssen, werden in neue Jobs vermittelt. Dennoch wird das Ende der Steinkohle-Ära im Ruhrgebiet bei vielen Einwohnern der Region eine große Lücke und viel Wehmut hinterlassen.

Folgen des Bergbaus kosten jedes Jahres hunderte Millionen Euro

Die Folgen des Kohleabbaus für das Ruhrgebiet sind ungleich dramatischer. Auch nach der Schließung der letzten Zeche muss die Ruhrregion dauerhaft vor Überflutung geschützt werden. Einige große Gebiete sind aufgrund des Bergbaus bereits um mehrere Meter abgesacktt. Zusätzlich muss das Grubenwasser zum Schutz des Grundwassers bis in alle Ewigkeit abgepumpt werden. Die Pumpen im Ruhrgebiet müssen jährlich 100 Milliarden Liter Grubenwasser abpumpen. Die Kosten liegen bei mehr als hundert Millionen Euro pro Jahr.

Claudia Hodgson, Stellvertretende Leiterin Medical bei TEMPTON, spricht mit uns über die Attraktivität von Pflegeberufen Nicht erst seit dem Bundestagswahlkampf im letzten Jahr werden die Themen Kranken- und Altenpflege heiß diskutiert. Viele Pfleger und Pflegerinnen in Deutschland fühlen sich von der Politik im Stich gelassen und vom Arbeitspensum teilweise überfordert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU […]